Bewerbungstipps 3

Erfolgreich bewerben[3]

Das Bewerbungstraining der InSitu Business consulting GmbH

DAS ANSCHREIBEN

 Was ist ein Anschreiben?

Fast alle Bewerbungen werden an den ausgewählten Arbeitgeber mit einem begleitenden Anschreiben geschickt. Dieses Anschreiben bezieht sich auf einen bestimmten Job, weckt das Interesse des Lesers nach mehr Informationen und verweist auch deshalb auf den beiliegenden Lebenslauf. Ferner wird um ein Vorstellungsgespräch gebeten.

 

Das Anschreiben ähnelt einem Angebotsbrief im Verkauf. Sie wollen sich bestmöglich verkaufen indem Sie die Aufmerksamkeit des potentiellen Arbeitgebers und Lesers Ihres Briefes auf Ihre Qualifikationen im Lebenslauf lenken und Ihn somit zu einer Kaufaktion motivieren. Als Angebotsbrief mit dem Ziel etwas zu verkaufen, ist es empfehlenswert das Anschreiben nach dem Verkaufszyklus – Aufmerksamkeit, Bedürfnis, Überzeugung und Aktion – aufzubauen.

 

Verkaufszyklus

Anschreiben

AUFMERKSAMKEIT…………………………………………………..Der Brief ist an eine Einzelperson adressiert.Vermeiden Sie stereotype Floskeln wie „Als

Antwort auf Ihre Anzeige vom….“. Stellen Sie Ihre Hauptqualifikationen für den Leser als Antwort und Lösung seiner Probleme dar.

…Sehr geehrter Herr Schmidt,bezugnehmend auf zwei Qualifikationen, die in Ihrer heutigen Stellenanzeige für einen Technologen in der FAZ genannt wurden, könnte ich der Assistent sein den Sie suchen:-       8 Jahre Erfahrung in der Technologie der Allgemeinmedizin und

–       Interesse an einer Spezialisierung im Bereich Radioisotope

Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, weise ich beides vor.

 

BEDÜRFNIS………………………………………………………Das in der Einleitung geweckte Interesse wird in ein Bedürfnis umgewandelt, indem jetzt Lebenslaufinhalte aufgeführt werden, die Bezug haben zu den in der Anzeige genannten und gesuchten Qualifikationen.Das Anschreiben wird eindrucksvoller durch das aussagekräftige Voranstellen des Lebenslaufes.

 

…Bei der deutschen Gesellschaft für Klinik- Pathologen seit 1982 eingetragen, bin ich derzeit für die gesamte Technologie in einem Krankenhaus mit 125 Betten verantwortlich. Ich habe zwei medizinische Techniker unter meiner Leitung und erstatte direkt an den Pathologen Bericht.
ÜBERZEUGUNG……………………………………………….Indem fortführend Inhalte des Lebenslaufes beschrieben und dargestellt werden, liefert der Schreibende Überzeugungsmaterial. Dem Leser wird versichert, daß sein Interesse in Radioisotopen tiefgreifend ist. Der Grund für einen Jobwechsel wirdmit dem Interesse in Radioisotopen ver-

knüpft. Die Angabe von Referenzen über-

zeugt den Leser, daß die im Brief gemachten

Angaben der Wahrheit entsprechen.

 

…Mein Interesse an Radioisotopen, im Lebenslauf auch als Ziel formuliert, begann1989, als ich für das Städtische Krankenhaus für Ärzte und Chirurgen als Technologe tätig war. Seitdem habe ich das Studieren von Radioisotopen fortgeführt. Meine derzeitige Tätigkeit ist in höchstem Maße zufrieden-stellend, bietet aber keine Möglichkeit mit Radioisotopen zu arbeiten. Zwecks Referenzen steht mein Vorgesetzter Dr. Müller gerne als Kontakt zur Verfügung.

 

AKTION………………………………………………….Die avisierte Aktion sollte immer ein Interview sein. Ein Vorstellungsgespräch ist sowieso ein Muß. Ein potentieller Arbeitgeber reagiert mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv auf eine Anfrage für ein Interview. Machen Sie es dem Leser schwer, Ihre Anfrage abzulehnen. Vermeiden Sie vage Briefendungen wie „Falls Sie interessiert sind, lassen Sie es mich wissen.“ 

 

..Ich bitte darum, mich baldmöglichst bei Ihnen vorstellen zu dürfen um Ihnen sowohl zu zeigen als auch zu erklären, warum ich gerne bei Ihnen im W.B.-Krankenhaus arbeiten möchte. Mittwochs ist mein freier Tag, aber ich kann auch an jedem anderen Tag, der für Sie passend ist, für ein persönliches Gespräch zur Verfügung stehen.Sie können mir schriftlich antworten oder mich direkt im Krankenhaus unter 03564-21456-77 telefonisch erreichen.

 

 

TIPPS für die Gestaltung eines Anschreibens

 

TIPP

Senden Sie niemals eine Bewerbung ohne ein Anschreiben.

 

Sie können einem potentiellen Arbeitgeber zu Beginn des Interviews den Lebenslauf aushändigen. Sie können durch einen Dritten, z.B. einem Freund einem potentiellen Arbeitgeber einen Lebenslauf zusenden. Wenn Sie Ihren Lebenslauf jedoch per Post schicken, legen Sie immer ein Anschreiben bei.

 

TIPP

Nennen Sie als Adressat mit Namen die Person mit der Entscheidungsgewalt Sie zu interviewen und anzustellen.

 

Ein Anschreiben wird immer für eine Person individuell formuliert. Legen Sie Ihrer Bewerbung niemals einen Formbrief bei. Sofern noch nicht bekannt, finden Sie heraus, wer in dem Unternehmen das Sie anschreiben für die Einstellung von Personal zuständig ist. Formulieren Sie ein spezielles Anschreiben, ausgerichtet auf diese Person und die Angelegenheit. Nennen Sie den Adressaten mit Namen und Titel und schreiben Sie seinen Namen auch in der Begrüßungszeile – Sehr geehrter Herr Schmidt.

Wenn Sie auf eine Blindanzeige (eine Anzeige mit einem Postfach, ohne Firmennamen und Ansprechpartner) antworten, können Sie Ihr Anschreiben nicht an einen Einzelnen adressieren, aber sie können den Brief auf die in der Anzeige genannten Spezifikationen ausrichten.

Wenn Sie jedoch den Firmennamen wissen, können sie meistens auch den Namen der zuständigen Person für Personaleinstellungen herausfinden. Rufen Sie die Firma an und fragen Sie nach dem gewünschten Namen. Versichern Sie sich, daß der Titel und die Schreibweise des Namens richtig ist.

 

TIPP

Planen Sie Ihren Brief bevor Sie ihn schreiben.

 

Sie formulieren bessere Anschreiben schneller, wenn Sie diese nach einem Plan beginnen. Nehmen Sie ein Blatt Papier und machen Sie ein paar Notizen, die Ihnen helfen die Job-Gelegenheit zu verdeutlichen.

Erstellen Sie zur besseren Übersicht eine Tabelle, in der Ihre Qualifikationen den Jobanforderungen gegenüberstehen. Notieren Sie weitere Bedingungen, die Sie in Betracht ziehen müssen beim Briefe Schreiben. Machen Sie einen Grobentwurf für die Unterteilung ihres Briefes in Absätze. Integrieren Sie in Ihren Plan einige der in diesem Kapitel genannten Taktiken. Notieren Sie ein oder zwei Dinge mit denen Sie im ersten Absatz Aufmerksamkeit wecken. Zwei weitere Notizen sollten die Entwicklung ihres stärksten Verkaufsargumentes abdecken, sofern das schon im zweiten Absatz passend ist. Planen Sie den dritten Absatz und falls vorhanden auch den vierten und fünften. Im letzten Absatz des Briefes erfolgt die Anfrage für ein Interview.

Der Plan für einen Brief kann einfach sein, in jedem Fall führt er zu einem weitgehenden Unterschied in der Ausdruckskraft eines Anschreibens. Der Plan für den Brief des medizinischen Technologen aus dem vorangegangenen Beispiel lautet wie folgt:

 

Absatz 1.        Zwei Qualifikationen – gewollt lt. Anzeige

  • 8 Jahre allgemeine Krankenhauserfahrung
  • Interesse an Isotopen

Absatz 2.        Eingetragener Klinik-Pathologe, jetzt volle Verantwortung in 125-Betten Krankenhaus

Absatz 3.        Interesse begann 1989 im städt. Krankenhaus, fortführend, jetziger Job sehr zufriedenstellend,

Dr. Müller als Referenz

Absatz 4         Anfrage für Interview, freien Tag nennen, jederzeit. Rückruf im Krankenhaus.

 

TIPP

Passen Sie den Brief den Anforderungen der Tätigkeit an.

 

Sie werden für einen Job eingestellt, weil Sie den Anforderungen besser entsprechen als andere Bewerber. Ein Arbeitgeber hat ein Problem zu lösen und er braucht einen bestimmten Typ von Arbeitnehmer für diese Problemlösung. Um solch einen Arbeitnehmer zu finden, erstellt der Arbeitgeber Anforderungen, denen der von ihm ausgewählte Bewerber zu entsprechen hat. Einige dieser Anforderungen sind mehr oder weniger selbstverständlich; er will einen Angestellten mit einem bestimmten Hintergrund, gewissem Training und bestimmter Erfahrung. Manche Anforderungen sind sehr speziell – wie Geduld mit Jüngeren oder Spanischkenntnisse.

Wenn Sie ein Anschreiben machen, müssen Sie immer aufzeigen inwiefern Ihre Qualifikationen den Job-Anforderungen entsprechen. Ihr Lebenslauf summiert viele Ihrer Qualifikationen in Hinblick auf ihr Tätigkeitsziel. Ihr Anschreiben muss im Einzelnen darstellen, wie ihr Hintergrund mit seinen Bestandteilen zu den allgemeinen und spezifischen Anforderungen der Tätigkeit passt. Betonen Sie in diesem Brief Hauptqualifikationen wie Ausbildung und Erfahrung – z.B. ein Abschluss in Statistik und Erfahrung in der Forschung, sowie auch spezielle Qualifikationen die für den Job ausgeschrieben sind, z.B. fließend in Spanisch.

 

Aufforderungsbrief. Ein Bewerbungsschreiben ist als auffordernd zu verstehen, sofern die Anforderungen in der Regel in der Suchanzeige genannt sind oder die Instruktionen an eine Personalberatung weitergeleitet wurden. Ein Einladungsbrief ist beispielsweise so formuliert wie der Brief der medizinischen Technologin; er nimmt Bezug auf eine Nachfrage nach Bewerbungen seitens des Arbeitgebers.

Die Anforderungen für den Job aus der Suchanzeige wissend und ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung im Bereich Klinik-Pathologie, hat die medizinische Technologin ihre Details im Lebenslauf den Job-Anforderungen angepasst. Sie formulierte ihren Brief sorgfältig um zu zeigen, dass Sie der Bewerber sind, den der Pathologe sich vorstellte als er eine Anzeige für eine Assistentin aufgab. Lesen Sie den Brief nochmals und beachten Sie wie er genau auf die Tätigkeit abgestimmt ist.

 

Auf Blindanzeigen antworten. Blindanzeigen stellen für Bewerber eine gewisse Problematik dar. Sie weisen nicht aus, wer die Anzeige aufgegeben hat und machen somit eine Anpassung des Anschreibens schwierig. Sie beinhalten nicht immer aktuelle offene Positionen; oft werden sie aufgegeben um die Verfügbarkeit und Gehaltsvorstellungen im Arbeitsmarkt herauszufinden.

 

TIPP

Vergleichen Sie die Blindanzeige mit anderen Anzeigen für ähnliche Positionen, um ein Gefühl für den gesuchten Personalbedarf zu bekommen.

 

Wenn Sie mehrere Anzeigen finden mit gleicher Personalsuche – jeweils blind und offen- erstellen Sie eine konkrete Übersicht über die Jobziele. Gewöhnlich bieten blinde Anzeigen unzureichende Informationen für eine genaue Anpassung der Bewerbung. Mittels Vorstellungskraft und Wissen über den Arbeitsbereich, können Sie Ihr Anschreiben so formulieren, dass es den Bedürfnissen des Personalsuchenden entspricht.

 

Wenn Sie keine ähnlichen Anzeigen finden, wägen Sie die Festsetzung der Tätigkeit kritisch ab, um herauszufiltern nach was wirklich gesucht ist und welche Bedingungen am wichtigsten sind. Wenn es z.B. in der Anzeige bei einer Bedingung heißt: „der Bewerber muss vorweisen“ ist dies als wichtiger einzustufen als eine Bedingung mit der Aussage “der Bewerber benötigt“. Setzen Sie Priorität und größeren Nachdruck auf die Bedingungen, die Sie für ‚am wichtigsten’ halten.

 

 

TIPP

Nehmen Sie sich in Acht vor Blindanzeigen mit Jobs sehr ähnlich zu dem, den Sie jetzt innehaben. Er könnte von ihrem jetzigen Arbeitgeber kommen, der ein Gefühl für den Arbeitsmarkt bekommen will.

 

Nichts ist unangenehmer als ein Chef, der sagt „So, Sie wollen uns verlassen. Ich habe gerade Ihre Antwort auf unsere Blindanzeige erhalten.“ Es dürfte höchst unvorteilhaft sein, ihren Arbeitgeber wissen zu lassen, dass Sie nach einem neuen Job suchen. Prüfen Sie Blindanzeigen genau und suchen Sie nach Eigenschaften die einzigartig sind verglichen mit ihrer eigenen Position. Berücksichtigen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ihr derzeitiger Arbeitgeber den Job, den Sie jetzt innehaben, inserieren würde.

 

Unaufgeforderte Schreiben. Wenn ein Bewerbungsschreiben ohne Aufforderung erfolgt, gestaltet sich die Abstimmung Ihres Schreibens schwieriger. Ein unaufgeforderter Brief ist zu verfassen, wenn ein Bewerber das Gefühl hat, eine bestimmte Firma könnte seine Leistungen gebrauchen. Der Bewerber ist zum Beispiel Forschungsanalytiker und weiss welche Art von Unternehmen diese Position besetzen. Natürlich antwortet er auf Suchanzeigen, die er findet. Aber er sendet seine Bewerbung mit einem unaufgeforderten Schreiben auch an Firmen, die keine Anzeige geschaltet haben. Wer sich der Jobsuche wirklich widmet, erforscht alle Wege zur Personaleinstellung.

 

Der unaufgeforderte Brief muss auf einen Leser abgestimmt sein, der kein Anschreiben und keine Bewerbung erwartet. Er muss seine Aufmerksamkeit erregen, ohne auf die Bedingungen aus einer Suchanzeige oder einer anderen Aufforderung Bezug zu nehmen. Das Anschreiben muss seine Aufmerksamkeit auf die Möglichkeit einer freien Stelle lenken und einige Anforderungen festlegen, die von dem idealen Bewerber erfüllt werden sollten. Gegen Ende muss aufgezeigt werden, welche Qualifikationen der Absender hat, die ihn zum idealen Bewerber machen.

 

Denken Sie beispielsweise an einen Trainingstutor, der das Gefühl hat, dass eine bestimmte Bank seine Leistungen bräuchte. Nach einer kurzen Recherche in dem Jahresbericht dieser Bank und in der Zeitschrift „Deutsche Banker“ schrieb er den folgenden Brief.

 

Brief adressiert an den Manager zuständig für Personaleinstellungen; Name und Titel erfahren durch Telefonanruf.

 

Der Leser erwartet diesen Brief nicht! Der Schreibende muss deshalb sein Interesse wecken, ohne den Vorteil nutzen zu können, daß die Gedanken des Lesers bereits darauf vorbereitet sind. Das Zitat ist ansprechend weil es lebendig ist und auf ein reales Problem in Leben des Lesers Bezug nimmt.

Herr Arthur C. del Soto

Vizepräsident

Spanische Nationalbank

61411 Frankfurt

 

Sehr geehrter Herr del Soto,

 

„Die heutigen Trainingstutoren in einer Bank sind zu einer Hälfte professionelle Lehrer, zu einer Hälfte professionelle Banker und zu einer Hälfte kreative Genies. Es mag kein richtiges Rechnen sein, aber es ist die Wahrheit. Wo findet man eine solche Anomalie?

Als Mr. Terrence Fitzpatrick, Vizepräsident für Personal der First National Bank of New York diese Worte auf der ABA Tagung letzten Monat äußerte, lachten die Zuhörer, applaudierten und schüttelten Ihre Köpfe. Die Frage war treffend: Wo findet man eine solche Anomalie?

Der Schreibende stimmt den Brief auf den Leser ab indem er eine Person nennt, die dieser wahrscheinlich kennt, eine Person in einer Position ähnlich der des Lesers. Durch das Zitieren einer auf einer Tagung von Banken gemachten Aussage demonstriert der Schreiber sein eigenes Interesse an dieser Branche.

Dieser Brief muss detailliert sein, weil dem Leser sowohl (a) sein Bedarf an einem Trainingstutor als auch (b) die Notwendigkeit für diesen speziellen Bewerber ‚verkauft’ werden sollen.

Der Schreibende lenkt von einem Problem aus Sicht des Lesers auf sich selbst als Lösung des Problems.

Der Schreibende verweist auf seinen Lebenslauf, zitiert Dinge, die für den Leser von Interesse sein sollten.

 

 

Auch wenn ich mich selber nicht als Genie bezeichne – kreativ oder sonstiges – meine Erfahrung und mein Training machen mich zu einer anomalen Figur – heute Trainingstutor für Banken. Wie Sie meinem beiliegenden Lebenslauf entnehmen können, besitze ich sieben Jahre solide Erfahrung als Beauftragter für Lehrgänge im Finanz- und Bankenwesen, einschließlich folgender Tätigkeiten: Lehrgänge zusammenstellen, Lehrer ausbilden, Materialien auswählen und Anleitungen schreiben. Nicht zuletzt die umfangreiche Herausforderung der Personalentwicklung.

 

Spezielle Interessen des Lesers nicht wissend, arrangiert der Schreibende im Hintergrund Dinge, die das Herz seiner Bedürfnisse treffen könnten.

 

 

 

Es ist auch kein Zufall, dass ich mich als professioneller Trainer bei Firmen bewarb oder dass ich mich für die Entwicklung der Angestellten interessierte. Wie Sie aus meinem Lebenslauf ersehen können, bin ich geprüfter Ausbilder in Wirtschaftsangelegenheiten mit Diplom in Psychologie.

 

 

 

Vielleicht bin ich der Tutor für Trainingsprogramme, den Sie in Ihrer Bank brauchen. Ich würde mich sehr über ein Gespräch zu einem für Sie geeigneten Termin freuen, um Möglichkeiten zu erörtern, meine Ausbildung und Erfahrung in Ihrer Bank einzusetzen. Bitte lassen Sie mich wissen, wann es Ihnen passt und ich werde verfügbar sein.

 

Ob der Brief, den Sie schreiben aufgefordert oder unaufgefordert ist, interpretieren Sie Ihre Qualifikationen so, dass diese die Probleme des Lesers lösen.

 

TIPP

Beginnen Sie mit einer Idee, die Aufmerksamkeit erregt und

die auf ihr stärkstes Verkaufsargument hinweist.

 

Die Absätze am Anfang und am Ende sind die Schlüsselpunkte eines Anschreibens. Der Briefanfang muss den potentiellen Arbeitgeber überzeugen, dass der gesamte Brief und der beiliegende Lebenslauf das Lesen tatsächlich wert sind. Ihr Schreiben muss den potentiellen Arbeitgeber motivieren, Sie zum Interview einzuladen.

Ein guter Anfang weckt Aufmerksamkeit indem der Fokus auf Ihr stärkstes Verkaufs-argument gelegt wird. Die Idee und Einteilung des ersten Absatzes muss den Leser bereits in Beschlag nehmen. Der Leser sieht vielleicht Hunderte von Briefen durch oder er ist bereits mit vielen anderen Aufgaben beschäftigt. Nur die Briefe, die seine Aufmerksamkeit erregen werden gelesen. Des weiteren muss dieser Anfang die Aufmerksamkeit des Lesers auch in Interesse und Bedürfnis umwandeln, indem Sie so früh wie möglich den großen Nutzen einfließen lassen, den Sie dem Leser bieten.

 

Vermeiden Sie stereotype Briefanfänge.

Steigern Sie die Aussicht, daß Ihr Brief auch wirklich gelesen wird um 90%, indem Sie abgedroschene Einleitungen wie die folgenden vermeiden:

–       Hiermit antworte ich auf Ihre Anzeige im heutigen Tagesanzeiger.

–       Als ich den heutigen Tagesanzeiger durchlas, hat Ihre Anzeige für einen Assistenten der Buchhaltung mein Interesse geweckt.

–       Suchen Sie einen Assistenten der Buchhaltung, der erfahren ist, ehrlich und hart arbeitet? Ich habe Ihre Anzeige diesbezüglich im heutigen Tagesanzeiger gelesen.

–       In der Annahme, dass Sie einen Assistenten der Buchhaltung suchen, schreibe ich Ihnen diese Bewerbung.

 

Wählen Sie fünf erste aussagekräftige Wörter. Der Beginn eines Absatzes kann Ihrem Anschreiben zum Erfolg oder Misserfolg verhelfen. Fangen Sie nie mit einer stumpfsinnigen Idee an oder mit Klischeesätzen. Wenn Sie auf eine Zeitungsanzeige antworten, nehmen Sie immer Bezug auf die Suchanzeige. Aber Sie sollten nie mit dieser Bezugnahme ihr Schreiben direkt anfangen! Entnehmen Sie dem untenstehendem ersten Beispiel wie die Bezugnahme auf die Suchanzeige am Ende eines Satzes erfolgt.

Allgemein stellt sich einer der folgenden drei Einleitungssätze als interessante Idee für den ersten Absatz eines Anschreibens dar.

 

1. Der stärkste Verkaufsargument (großer Nutzen) Anfang

Manchmal bietet Ihr stärkstes Verkaufsargument die bestmögliche Einleitung. Fragen Sie sich selber, „Warum sollte mich Herr Maier anstellen?“ Die Antwort ist Ihr stärkstes Verkaufsargument, „Wegen meiner Erfahrung in Marktforschung, weil ich in Statistik geschult bin und die englische Sprache fließend beherrsche.“ Eröffnen Sie Ihr Anschreiben, wenn möglich, mit einem Verkaufsargument.

 

Aufgeforderter Brief

 

 

Sehr geehrter Herr Maier,

 

meine Erfahrung in Marktforschung, meine Schulung in Statistik und meine fließenden Englischkenntnisse sollten mich für die Position qualifizieren, die Sie im heutigen Tagesanzeiger inserieren.

 

Unaufgeforderter Brief

 

 

Sehr geehrter Herr Maier,

 

meine Erfahrung in Marktforschung, meine Schulung in Statistik und meine fließenden Englischkenntnisse sollten für Ihre deutsch-amerikanische Werbeagentur von großem Interesse sein.

 

 

2. Der „in den Bann ziehende Ideen“-Beginn

Manchmal müssen Sie mit einer Idee einleiten, die vorrangig dazu dient Aufmerksamkeit zu wecken. Ihr stärkstes Verkaufsargument z.B. könnte für den ersten Absatz unpassend sein oder ist für den Leser nicht ausreichend aufmerksamkeitserregend. Wenn Sie dann die Aufmerksamkeit erst einmal geweckt haben, können Sie eine Brücke bilden zu Ihrem stärksten Verkaufsargument. Der Brief des Trainingstutors nennt eine „in Bann ziehende Idee“ zu Anfang. Gleichzeitig ist dieses interessante Zitat auf einfache Weise brückenbildend zum stärksten Verkaufsargument des Bewerbers.

 

Das Geheimnis von der „in Bann ziehenden Idee“ für den Anfang ist, dass eine Idee ausgewählt wird, die einen Bezug zu Ihrem stärksten Verkaufsargument darstellt. Denken Sie an den Kreditmanager, der sich für eine Position bei einem Kosmetikhersteller bewarb. In seiner Recherche fand er heraus, dass der Präsident des Unternehmens ein Psychologie-Professor auf dem College war und oft seinen Erfolg aus der Übertragung von Psychologie auf Unternehmen folgerte. Schlagen Sie Kapital aus solchem Wissen: der Kreditmanager eröffnet seinen Brief mit einer aufmerksamkeitserregenden Idee:

 

Sehr geehrter Herr Smith,

 

„Charakter zählt mehr als Kapital oder Kapazität!“

 

Die bekannten Worte eines großen amerikanischen Finanziers sind heute wahrheitsgetreuer als vor 60 Jahren, als sie das erste mal ausgesprochen wurden. Als Kreditmanager habe ich meinen Erfolg auf Charakteranalysen aufgebaut. Ich sorge mich um Kapital und Kapazität, aber meine erste Bemühung ist immer Charakter. Ich sehe zum ersten Mal eine Person und frage „Wie ist er? Wie denkt er? Wie agiert er?“

 

3. Der Referenz-Beginn

Manchmal bietet der Name einer einflussreichen Person, die sowohl Sie als auch der Leser kennen, die bestmögliche Einleitung, die man verwenden kann.

 

Sehr geehrter Herr Braun,

 

Herr Wolfgang Marosch, Vorsitzender von Teton Industries, schlug vor, dass ich Ihnen betreff der vakanten Position eines Systemdesigners in Ihrem Hause schreiben sollte.

Durch ein internes Abkommen mit Roger & Roger – Systemberatung – habe ich an der Gestaltung des jetzt von Teton genutzten Systems entscheidend mitgewirkt.

Herr Marosch ist von meinen Leistungen sehr überzeugt.

 

TIPP

Pochen Sie auf die Macht Ihres Lebenslaufes.

 

Wenn Sie Ihr stärkstes Verkaufsargument entwickeln und ihre unterstützenden Punkte, ziehen Sie die Aufmerksamkeit auf Ihren Lebenslauf. Denken Sie daran, wie der vorher gezeigte Brief der medizinischen Technologin einfach und logisch zwei mal Bezug zu ihrem Lebenslauf nahm. Im zweiten Absatz sagte Sie: „das ich unter meinen Zielen im Lebenslauf nenne.“ Referenzen zum Lebenslauf bringen die volle Macht dieses Lebenslaufes ins Spiel.

Sie müssen nicht mehr als eine oder zwei Eigenschaften aus dem Lebenslauf kommentieren, um auf die volle Macht ihres Lebenslaufes zu pochen. Aber machen Sie die ausgewählten Referenzen spezifisch. Stellen Sie niemals einen vagen Bezug zum Lebenslauf her.

 

 

 

TIPP

Beenden Sie Ihr Anschreiben mit der Anfrage nach einem Interview.

 

Das Ziel eines Anschreibens und Lebenslaufes ist es ein Interview zu bekommen. Fragen Sie nach einem Vorstellungsgespräch! Machen Sie es für den Leser so einfach wie möglich, Ihnen dieses zu gewähren. Nennen Sie Zeiten, die geeignet sind. Machen Sie es dem Leser schwer, ein Interview abzulehnen. Lassen Sie die Angelegenheit nie unklar. Entnehmen Sie dem Brief der medizinischen Technologin und des Trainingstutors wie beide im letzten Abschnitt sich ausdrücklich um ein Interview bemühten.

Wenn Sie an eine Firma in einem anderen Teil des Landes schreiben, könnte ein Interview zu einem umständlichen Problem werden. Aber Sie müssen trotzdem ein Interview erfragen. Vielleicht können Sie sich in einem regionalen Büro treffen. Vielleicht wird der Zuständige für Personal demnächst in einer Stadt in ihrer Nähe sein. Vielleicht planen Sie die Stadt des Lesers zu besuchen. Wenn der Leser Sie ermutigt ihn zu treffen, dann ist er an Ihnen sehr interessiert. Häufig wird die Reise finanziell unterstützt.

 

TIPP

Vermeiden Sie Jargon und abgedroschene Ausdrücke.

 

Erstellen Sie Ihr Anschreiben in einfacher, direkter Sprache. Vermeiden Sie die Ausdrücke „wie per“ und „gemäß“, die manche beim Schreiben benutzen um offizieller zu wirken. Vermeiden Sie Folgerungen, die jedes Bewerbungsschreiben langweilig machen. Es gibt gewisse Ausdrücke die Sie in Lebensläufen und Anschreiben vermeiden sollten:

 

BENUTZEN SIE NICHT…

 

–       die Freude einer positiven Antwort erwartend

–       Volle Gelegenheit um meine Leistungskapazität zu zeigen

–       Beiliegend ist hiermit mein Lebenslauf

–       Bitte finden Sie beiliegend meinen Lebenslauf

–       In diesem Bestreben war ich ganz besonders erfolgreich

–       Vertrauend darauf, dass sie dieser Bewerbung entsprechende und gütige Aufmerksamkeit entgegenbringen

–       Wenn Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht zu fragen

 

TIPP

Prüfen Sie Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf sorgfältig vor dem Abschicken.

 

Versetzen Sie sich in die Lage des Lesers. Stellen Sie sich vor, dass Sie der potentielle Arbeitgeber sind, der den Brief und den Lebenslauf liest. „Verkaufen“ Sie sich gut mit diesem Brief? Warum? Warum nicht? Prüfen Sie den Gesamteindruck des Schreibens und des Lebenslaufes. Sagt der Brief aus oder deutet er an, dass Sie nach einer bestimmten Stelle suchen? Weckt der Brief das Interesse des Lesers, entwickelt er einige starke Verkaufsargumente, bringt er Beweise und bemüht sich um ein Vorstellungsgespräch?

Prüfen Sie den Tonfall des Schreibens. Ist der Ton überzeugend und entschlossen, ohne Anflüge von Selbstüberschätzung, Selbstsucht oder Unüberlegtheit? Ist der Tonfall moderat ohne Kleinmut?

Überprüfen Sie die Rechtschreibung und eventuelle Tipppfehler. Wenn Sie Fehler finden, korrigieren Sie diese und schreiben Sie den Brief, falls nötig, nochmals. Prüfen Sie die Rechtschreibung von fraglichen Wörtern nach. Bedenken Sie, dass die meisten Leser Rechtschreibung als einen Index für Intelligenz ansehen. Geben Sie Acht auf richtige Kommasetzung. Haben Sie ein Komma verwendet, wo ein Semikolon oder ein Gedankenstrich nötig wäre? Lesen Sie den Brief laut vor. Hört er sich grammatikalisch richtig an? Fragen Sie einen Bekannten oder Freund, den Brief für Sie nochmals zu prüfen.